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SocialMediaNutzerorientiertes Design von Social Media Anwendungen: Zur Exploration von Konvergenzinnovationen an Plattformgrenzen
ZielDie Digitalisierung der Medienlandschaft bringt weitreichende Veränderungen der häuslichen Anwendungs- und Informationstechnik mit sich. Geräte wie beispielsweise der Fernseher werden technisch komplexer und bieten durch ihre Netzwerkfähigkeit vielfältige Zusatzfunktionalitäten. Was die Wiedergabe von Bewegtbildinhalten betrifft, so stehen diese dem Nutzer heute On-Demand und entlinearisiert in unterschiedlichen Kontexten zur Verfügung. Im Forschungsprojekt SocialMedia wollen wir diesen Entwicklungen Rechnung tragen und explorieren mit welchen integrierten Ansätzen zukünftig Kommunikation und Austausch zwischen Nutzern geeignet unterstützt werden kann. Dabei fokussieren wir eine dynamische Home-IT Infrastruktur, in der der Fernseher bzw. das MediaCenter ein wichtiger Bestandteil ist. Wir interessieren uns insbesondere für Konzepte, die auf soziale Vernetzung in den unterschiedlichen Kontexten mit Bezug zu Bewegtbildinhalten abzielen. Teilbereiche sind dabei integrierte Cross-Plattform Konzepte unter Einbeziehung mobiler Geräte, Ambient-Ansätze mit in Alltagsgegenständen hinein diffundierender Intelligenz und die Erforschung geeigneter Methoden zur Beteiligung der Nutzer bei der Ideenfindung und Evaluation.
MethodenAls methodische Herangehensweise haben wir uns im Projekt zum Aufbau eines Living Labs und der damit einhergehenden Durchführung partizipativer Entwicklungsmethoden entschieden. Die Besonderheit dieses Ansatzes zeichnet sich zum einen durch die langfristige Einbindung der Nutzer in Forschung und Entwicklung (partizipative Designprozesse) und zum anderen durch kontinuierliche Evaluationsmöglichkeiten im realweltlichen Kontext der Anwendungen aus. Unsere Testumgebung mit dem Namen SocialMedia Experience and Design Lab (SMEDL) setzt sich aus drei verschiedenen Settings zusammen. In einem lokalen Testbett (SMEDL.Local), bestehend aus etwa 20 Haushalten aus dem Großraum Siegen-Wittgenstein, können nach und nach die im Projekt neu entwickelten Prototypen zugeführt und in einer realweltlichen Umgebung evaluiert werden. Neben SMEDL.Local, das sich besonderes durch eine langfristige Teilnahme der Hauhalte und seinen Alltagscharakter auszeichnet, wurde an der Universität Siegen zusätzlich ein stationäres Testlabor in Form eines Wohnzimmers eingerichtet (SMEDL.Stat). Es ermöglicht die Evaluation von Prototypen durch quantitative Verfahren, aber auch die Beobachtung von Nutzern. In einer dritten Umgebung, die einen virtuellen Raum umfasst, sollen bestehende soziale Netzgemeinschaften in unseren Ansatz integriert werden. SMEDL.Global soll hierbei einer breiteren Nutzergruppe den Zugang zu innovativen Konzepten ermöglichen, um validere Ergebnisse für die Forschung zu erzielen.
Technologien
Im Forschungsprojekt SocialMedia wollen wir neue Technologien entwickeln, die es den Nutzern ermöglichen einfach, schnell und intuitiv unterschiedliche Inhalte über Gerätegrenzen hinweg abzurufen, zu generieren und zu verbreiten. Dabei sollen zum einen Austauschprozesse in bestehenden sozialen Netzen und zum anderen die Herausbildung neuer sozialer Kontakte unterstützt werden. Hierfür wird ein Framework entwickelt, das sowohl unterschiedliche Web-Dienste als auch existierende TV-, PC- und Mobile-Plattformen integriert.
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